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Urlaub – für viele die beste Zeit des Jahres. Die mit Abstand meisten Deutschen verbringen diese Zeit auf dem heimischen Balkon oder im Garten, aber wer tatsächlich einmal raus aus der gewohnten Umgebung möchte, der fliegt gewöhnlich – und zwar nach Spanien. Im vergangenen Jahr war das Land und besonders dessen Inseln das beliebteste Flugziel der Deutschen. Allerdings geht von der sauer verdienten Urlaubszeit immer ein bisschen für außergewöhnlich stressige Angelegenheiten unmittelbar vor dem Reiseantritt verloren: Kind, Kegel und Koffer ins Auto wuchten, teuren Dauerparkplatz am Flughafen finden, mit Gepäck zur Abfertigung hetzen, Schlange stehen, Sicherheitscheck, wieder Schlange stehen, und dann noch die gefühlte Pilgerfahrt zum richtigen Gate. Bis man tatsächlich im Flugzeug sitzt, bräuchte man für den Stress der vergangenen Stunden eigentlich noch einen Urlaubstag zusätzlich.

Der Frankfurter Flughafen z.B. hat sich etwas überlegt, wie man dem Reisenden diesbezüglich helfen kann: Statt der Hetz-Tortur gib es VIP-Luxus. Weiterlesen

Wenn sich eine Meinung erst einmal festgesetzt hat, kann man sich nicht mehr so leicht von ihr trennen. Will man auch nicht. Egal ob sie fundiert ist oder nicht. Warum sollte man auch?

Das ist besonders schlecht für eine Marke, die von großen Teilen der Konsumenten als altbacken und langweilig wahrgenommen wird. Dieses Problem packte Tina Müller, die im August 2013 Marketingvorstand beim Rüsselsheimer Autobauer Opel wurde, frontal an.

Im Frühjahr 2014 startet die Kampagne mit der Internet-Site „umparkenimkopf.de“, Plakaten und einem Spot, in dem prominente Schauspieler Beispiele dafür geben, wie sich falsche Bilder in unseren Köpfen manifestieren können. Allenfalls die Farben schwarz-gelb und der Begriff des Parkens deutet vage auf Opel als Urheber hin. Dennoch wird dieser Name schnell in Verbindung mit der Kampagne genannt. Zu stark ist das Medieninteresse, zu spannend das Thema. Es geht um Vorurteile und wie sie entlarvt werden können. Aphorismen wie „Aus Sicht der Physiker kann eine Hummel unmöglich fliegen. Der Hummel ist das egal.“ oder „Wer schwul ist, kann nicht Fußball spielen. Es sei denn, er war Deutscher Meister.“ wirken wie ein allgemeiner Aufruf zu geistiger Flexibilität und Toleranz. Der virale Effekt in der social media Welt ist groß. Das Outing des Ex-Fußballprofis Thomas Hitzlsperger und dessen Kommentare im Internet zu dem Slogan sind nur ein Beispiel. Bald outet sich Opel als Auftraggeber. Die Kampagne wechselt von der „Teaser“- in die „Reveal“-Phase. Weiterlesen

E-Autos international: Wo steht Deutschland auf dem Weg zur Emmissionsfreiheit?

Die Deutschen fahren gern Auto; besonders gern deutsche Autos. Diese Vorliebe schlägt sich auch im neuen Markt für Elektrofahrzeuge nieder. Von den 19.000 E-Autos auf Deutschlands Straßen trägt der allergrößte Teil die Embleme von BMW, VW und der Daimler-Tochter Smart. Besonders die Einführung des Smart Fortwo Electric Drive im Jahr 2012 war mit bisher über 4000 Neuzulassungen ein großer Erfolg für die E-Sparte. Fast genauso beliebt ist inzwischen die elektrische Variante des VW Up und auch der seit etwas mehr als einem Jahr in den Autohäusern stehende i3 von BMW wird langsam zum Favoriten beim geneigten Käufer. Allerdings sind eben diese Käufer noch Mangelware. Weiterlesen

Benzinfahrzeuge sind unzuverlässig und laut, stinken und vibrieren – während ein Elektrofahrzeug sehr leise ist, immer sofort anspringt und kaum gewartet werden muss. Diese Argumentation könnte man von einem versierten Autohändler im Jahr 2015 erwarten. Stattdessen waren das die Verkaufsargumente für ein Elektrofahrzeug anno 1912. Allein in jenem Jahr hatte es in den USA 34.000 Neuzulassungen für Elektroautos gegeben. Zum Vergleich: Anfang 2015 gibt es in ganz Deutschland gerade einmal 19.000 Stromer! Vor 100 Jahren schienen die Elektroautos die Technik der Zukunft unter der Haube zu haben und waren amerikanischer Standard bei Feuerwehr, Post und Taxen. Fast doppelt so viele Elektroautos wie Benziner surrten seinerseits durch die USA, aber auch Kaiser Wilhelm fuhr elektrisch. Zu groß waren die Nachteile der Verbrennungsmotoren, die man nur mittels Kurbel und erheblichem Kraftakt starten konnte und deren Treibstoff als genauso gefährlich wie Dynamit galt. Dennoch: Finaler Standard des 20. Jahrhunderts wurden bekanntlich die Verbrennungsmotoren. Die Wende hatte – ebenfalls 1912 – die Entwicklung des elektrischen Anlassers gebracht. Der entscheidende Nachteil des E-Autos, die geringe Reichweite, schickte die fortschrittliche Technik in einen fast 100 Jahre dauernden Dornröschenschlaf. Weiterlesen