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Schon seit einigen Jahren ist die vorherrschende Expertenmeinung, dass sich – nicht nur – im Automobilbereich einzelne Marken derselben Preisklasse kaum mehr voneinander unterscheiden, was Technik und Innovationsstandards betrifft. Ob sich diese Entwicklung umkehren ließe und ob das überhaupt gewünscht wird, sei dahingestellt. Zentral steht daher dennoch die Frage im Raum, wie sich die elementaren Markenwerte beim Kunden etablieren und aufrechterhalten lassen oder als relevante Verkaufsargumente nutzen lassen können. Weiterlesen

Der deutsche Automobilhandel, eine der bedeutendsten Branchen in Deutschland, hat seit Jahren mit schwankenden Absatzzahlen zu kämpfen. Doch im Gegensatz zu der sinkenden Zahl bei Neuzulassungen erwies sich der Gebrauchtwagenhandel mit einem leichten Aufwärtstrend als stabilisierender Faktor. Das Unternehmen concertare, das bereits seit Jahren aufschlussreiche Benchmark-Studien für Neuwagen erstellt, überprüfte nun in diesem Jahr die größten 21 Marken des Gebrauchtwagenmarktes. Die wichtigsten Ergebnisse der groß angelegten Studie „Der deutsche Gebrauchtwagenhandel 2015“  werden exklusiv in der Zeitschrift auto motor sport veröffentlicht. Weiterlesen

Noch vor vier Jahren konnten Käufer eines Neuwagens aus 376 Modellreihen und insgesamt 1706 verschiedenen Varianten wählen. Damals prognostizierte Ferdinand Dudenhöffer, Institutsleiter des Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen, für das Jahr 2015 einen Anstieg auf 415 Modellreihen. Die Auswahl bei den Modellen würde also noch einmal größer werden – und die der Varianten natürlich auch. Dudenhöffer erklärte damals, dass dies nicht allein an den Kundenwünsche läge, die immer weiter nach einem individuellen Auto streben, sondern auch an dem harten Konkurrenzkampf unter den Herstellern. Weiterlesen

Deutschland setzt sich gegen Spanien und Italien durch und – ist Europameister! Und das schon zum fünften Mal in Folge!

Das ist keine optimistische Prognose für den Sommer 2032, sondern ein Fakt, der bereits heute zutreffend ist; allerdings geht es natürlich nicht um Fußball – sondern um Tourismus. Seit einschließlich 2010 wurden mehr Übernachtungen in deutschen Hotels gebucht als in allen anderen europäischen Ländern. Die Verfolger sind Spanien und – mit einigem Abstand – Italien, Großbritannien und Frankreich. Darüber hinaus stieg die Zahl der Buchungen auch seit 2010 jedes Mal leicht. 424 Millionen Buchungen, 3 % mehr als im Vorjahr, gingen 2014 bei den Hotels ein. Die Zahlen veröffentlichte der Deutsche Tourismusverband (DTV) vor wenigen Tagen. Weiterlesen

Personalisiertes Marketing ist auf dem Vormarsch. Diesen Trend haben einige große Marken bereits erkannt und ihre Werbestrategie erfolgreich danach ausgerichtet. Coca Cola war das erste Unternehmen, bei dem jeder Käufer statt des Markennamens seinen eigenen Ruf- oder Spitznamen auf die Flasche etikettieren konnte. Die Aktion „Meine Coke“ wurde so zu einer der effizientesten Werbekampagnen der vergangenen Jahre. Die Firma Ferrero zieht seit kurzem mit „Mein Nutella“ erfolgreich nach. Weiterlesen

Momentan gibt es in Deutschland insgesamt 14.562 Tankstellen. Vor 25 Jahren erwirtschafteten die Tankstellen vom Marktführer Aral im Schnitt 39 % ihres Umsatzes durch den Verkauf von Kraftstoff – mehr als durch einen angeschlossenen Shop und die Autowäsche zusammen. Inzwischen ist dieses Verhältnis ein anderes: Nur noch 14 % des Umsatzes kamen 2014 aus dem Kraftstoffverkauf. Der mit Abstand größte Umsatz kommt heute aus dem Shop: Im Schnitt 63 %, vereinzelt bis zu 87 %, ergab eine Branchenstudie aus dem letzten Jahr. Mit Benzin lässt sich bei Weitem nicht mehr so viel Geld verdienen wie mit Zigaretten und Getränken. Aral ist inzwischen sogar Deutschlands größter Verkäufer von Kaffee zum Mitnehmen. Weiterlesen

E-Autos international: Wo steht Deutschland auf dem Weg zur Emmissionsfreiheit?

Die Deutschen fahren gern Auto; besonders gern deutsche Autos. Diese Vorliebe schlägt sich auch im neuen Markt für Elektrofahrzeuge nieder. Von den 19.000 E-Autos auf Deutschlands Straßen trägt der allergrößte Teil die Embleme von BMW, VW und der Daimler-Tochter Smart. Besonders die Einführung des Smart Fortwo Electric Drive im Jahr 2012 war mit bisher über 4000 Neuzulassungen ein großer Erfolg für die E-Sparte. Fast genauso beliebt ist inzwischen die elektrische Variante des VW Up und auch der seit etwas mehr als einem Jahr in den Autohäusern stehende i3 von BMW wird langsam zum Favoriten beim geneigten Käufer. Allerdings sind eben diese Käufer noch Mangelware. Weiterlesen

Benzinfahrzeuge sind unzuverlässig und laut, stinken und vibrieren – während ein Elektrofahrzeug sehr leise ist, immer sofort anspringt und kaum gewartet werden muss. Diese Argumentation könnte man von einem versierten Autohändler im Jahr 2015 erwarten. Stattdessen waren das die Verkaufsargumente für ein Elektrofahrzeug anno 1912. Allein in jenem Jahr hatte es in den USA 34.000 Neuzulassungen für Elektroautos gegeben. Zum Vergleich: Anfang 2015 gibt es in ganz Deutschland gerade einmal 19.000 Stromer! Vor 100 Jahren schienen die Elektroautos die Technik der Zukunft unter der Haube zu haben und waren amerikanischer Standard bei Feuerwehr, Post und Taxen. Fast doppelt so viele Elektroautos wie Benziner surrten seinerseits durch die USA, aber auch Kaiser Wilhelm fuhr elektrisch. Zu groß waren die Nachteile der Verbrennungsmotoren, die man nur mittels Kurbel und erheblichem Kraftakt starten konnte und deren Treibstoff als genauso gefährlich wie Dynamit galt. Dennoch: Finaler Standard des 20. Jahrhunderts wurden bekanntlich die Verbrennungsmotoren. Die Wende hatte – ebenfalls 1912 – die Entwicklung des elektrischen Anlassers gebracht. Der entscheidende Nachteil des E-Autos, die geringe Reichweite, schickte die fortschrittliche Technik in einen fast 100 Jahre dauernden Dornröschenschlaf. Weiterlesen