Der stationäre Handel befindet sich schon lange in einer schwierigen Position. Zwar erwirtschaftet er mehr als 90 Prozent des Einzelhandelsumsatzes in Deutschland, doch befindet er sich zunehmend in einer Identitätskrise. Das fortschreitende Wachstum des Onlinehandels macht dem stationären Handel vermehrt zu schaffen. Die erwirtschafteten Umsätze verschieben sich verstärkt in Richtung Onlinehandel. Die Gründe dafür sind Vielfältig. Der stationäre Handel tritt in Kongruenz mit einer Verfügbarkeit der Waren rund um die Uhr, kostenloser Lieferung bis vor die Haustür oder Preisen die im Einzelhandel aus diversen Gründen nicht realisierbar sind. Dem Onlinehandel werden daher von Jahr zu Jahr immer neue rekordverdächtige Umsatzsteigerungen zugesprochen. Auch die fortschreitende Digitalisierung unserer Lebensbereiche beeinflusst die Erwartungshaltung der Kunden. Aus diesem Grund ist die Entwicklung interessanter und relevanter Angebote passend zu den Konsumbedürfnissen der Kunden noch wichtiger geworden.

Weiterlesen

Tolle Erlebnisse mit den Freunden teilen, Veranstaltungen bewerben, live mit Experten und Idolen chatten – das alles und noch so viel mehr ist Social Media. Schon längst werden die zahlreichen Kanäle nicht mehr nur privat genutzt. Unternehmen setzen die Reichweite über Facebook und Co. bereits seit Jahren ein, um ihre Marken bei der breiten Masse bekannt und beliebt zu machen. Seit diesem Jahr öffnen sich auch Instagram und Pinterest dem neuen Trend.

Weiterlesen

Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, hieß es früher, aber diese Binsenweisheit ist längst obsolet und wurde – zumindest im Handel – ersetzt durch Kundenweisheiten wie “Wenn es umsonst ist, bist Du das Produkt”, was besonders in Verbindung mit Kundenkarten und deren Punktesystemen häufig vorgebracht wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Unternehmen keinerlei Kundenbindungsmaßnahmen ergreifen könnte, bei denen für den Kunden etwas kostenlos ist. Und dank der digitalen Möglichkeiten muss man sich inzwischen nicht mehr auf mehr oder weniger nutzlose Giveaways wie Kugelschreiber und Schlüsselbändchen beschränken.

Weiterlesen

Heute schon bei der Tankstelle Ihres Vertrauens getankt? Welche Erlebnisse hatten Sie an der Zapfsäule? Finden Sie auch, dass Tankstellen sich heute eher zu Service-Stationen entwickeln und sich als Convenience-Stores erst noch qualifizieren müssen? Dieser Weg ist vorgezeichnet, denn Mobilität wird bei den Zielgruppen immer weniger über das Auto definiert, so dass der Autofahrer immer seltener nur wegen Sprit zur Tanke fährt. Umso wichtiger wird für die Betreiber sein, als hoch frequentierter Konsumort die zusätzlichen Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden an Produkte und Services zu verstehen, genau diese anzubieten und damit positive Kundenerlebnisse zu erzeugen.

Weiterlesen

2010 war ein gutes Jahr für die Outdoor-Branche – der harte Winter hatte den Hype auf den Höhepunkt getrieben und Mammut, Jack Wolfskin und Co. kräftige Umsätze beschert. Aber seit einiger Zeit sind die Wachstumsraten immer kleiner geworden, Umsätze brechen weg, einstige Marktführer wurden verdrängt. Diese Entwicklung hat zwei Ursachen – neue Anbieter und alte Produkte.
Weiterlesen

 

Das Thema Mode begleitet uns alltäglich und ist ein Milliardengeschäft. Alleine Deutschland erwirtschaftete 2016 laut dem EHI-Retail Institute 62,4 Milliarden Euro durch private Haushalte. Für diesen Umsatz sind in erster Linie Onlineplattformen verantwortlich. Alleine Zalando erwirtschaftet im Durchschnitt einen Jahresumsatz von 3 Milliarden Euro. Aber wie steht es um den Erfolg der Modehäuser?

Weiterlesen

CraftmanshipDeutschland gilt als die brotversessenste Nation der Welt. 3247 Brotsorten sind momentan beim Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks registriert. Tendenz: steigend. Der Sinn hinter der Zählung ist, die deutsche Brotvielfalt zum Weltkulturerbe erklären zu lassen. Warum grade Deutschland eine so reichhaltige Brotpalette hervorgebracht hat, gibt Anlass zu Spekulationen. Wesentlich verantwortlich sind jedoch zwei Aspekte: Getreidevielfalt und Kleinstaaterei. Weiterlesen

1964 schrieb Sulzbach Geschichte. Das Dorf im Taunus mit seinen nicht einmal 10.000 Einwohnern eröffnete seinerzeit mit dem Main-Taunus-Zentrum das erste Shoppingcenter Deutschlands nach amerikanischem Vorbild. Die unmittelbare Nähe zu Frankfurt/Main und die Neuartigkeit des Einkaufserlebnisses führten zu guten Besucherzahlen. Das Main-Taunus-Zentrum gibt es noch immer. Aus den 40.000 Quadratmetern Verkaufsfläche bei der Eröffnung sind inzwischen 91.000 geworden, aus 73 Geschäften wurden 170. Das Main-Taunus-Zentrum ist heute das drittgrößte Shoppingcenter Deutschlands – nach dem Oberhausener CentrO und dem Chemnitz Center.

So neuartig, wie es den Anschein erweckte, war das Einkaufszentrum 1964 jedoch eigentlich gar nicht. Überdachte Ladenpassagen hatten sich im frühen 19. Jahrhundert aus den innerstädtischen Handelshöfen und Markthallen des Mittelalters entwickelt. Diese Ladenpassagen, die ihr Vorbild wiederum in antiken Bauten wie bspw. den Trajansmärkten in Rom hatten, waren die Vorläufer der Einkaufszentren wie wir sie heute kennen. Neu war lediglich der Umstand, dass das Einkaufszentrum nicht ebenfalls im Stadtzentrum gelegen war, wie es bis dahin bei Waren- und Kaufhäusern üblich gewesen war. Weiterlesen