Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, hieß es früher, aber diese Binsenweisheit ist längst obsolet und wurde – zumindest im Handel – ersetzt durch Kundenweisheiten wie “Wenn es umsonst ist, bist Du das Produkt”, was besonders in Verbindung mit Kundenkarten und deren Punktesystemen häufig vorgebracht wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Unternehmen keinerlei Kundenbindungsmaßnahmen ergreifen könnte, bei denen für den Kunden etwas kostenlos ist. Und dank der digitalen Möglichkeiten muss man sich inzwischen nicht mehr auf mehr oder weniger nutzlose Giveaways wie Kugelschreiber und Schlüsselbändchen beschränken.

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Heute schon bei der Tankstelle Ihres Vertrauens getankt? Welche Erlebnisse hatten Sie an der Zapfsäule? Finden Sie auch, dass Tankstellen sich heute eher zu Service-Stationen entwickeln und sich als Convenience-Stores erst noch qualifizieren müssen? Dieser Weg ist vorgezeichnet, denn Mobilität wird bei den Zielgruppen immer weniger über das Auto definiert, so dass der Autofahrer immer seltener nur wegen Sprit zur Tanke fährt. Umso wichtiger wird für die Betreiber sein, als hoch frequentierter Konsumort die zusätzlichen Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden an Produkte und Services zu verstehen, genau diese anzubieten und damit positive Kundenerlebnisse zu erzeugen.

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2010 war ein gutes Jahr für die Outdoor-Branche – der harte Winter hatte den Hype auf den Höhepunkt getrieben und Mammut, Jack Wolfskin und Co. kräftige Umsätze beschert. Aber seit einiger Zeit sind die Wachstumsraten immer kleiner geworden, Umsätze brechen weg, einstige Marktführer wurden verdrängt. Diese Entwicklung hat zwei Ursachen – neue Anbieter und alte Produkte.
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Das Thema Mode begleitet uns alltäglich und ist ein Milliardengeschäft. Alleine Deutschland erwirtschaftete 2016 laut dem EHI-Retail Institute 62,4 Milliarden Euro durch private Haushalte. Für diesen Umsatz sind in erster Linie Onlineplattformen verantwortlich. Alleine Zalando erwirtschaftet im Durchschnitt einen Jahresumsatz von 3 Milliarden Euro. Aber wie steht es um den Erfolg der Modehäuser?

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CraftmanshipDeutschland gilt als die brotversessenste Nation der Welt. 3247 Brotsorten sind momentan beim Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks registriert. Tendenz: steigend. Der Sinn hinter der Zählung ist, die deutsche Brotvielfalt zum Weltkulturerbe erklären zu lassen. Warum grade Deutschland eine so reichhaltige Brotpalette hervorgebracht hat, gibt Anlass zu Spekulationen. Wesentlich verantwortlich sind jedoch zwei Aspekte: Getreidevielfalt und Kleinstaaterei. Weiterlesen

1964 schrieb Sulzbach Geschichte. Das Dorf im Taunus mit seinen nicht einmal 10.000 Einwohnern eröffnete seinerzeit mit dem Main-Taunus-Zentrum das erste Shoppingcenter Deutschlands nach amerikanischem Vorbild. Die unmittelbare Nähe zu Frankfurt/Main und die Neuartigkeit des Einkaufserlebnisses führten zu guten Besucherzahlen. Das Main-Taunus-Zentrum gibt es noch immer. Aus den 40.000 Quadratmetern Verkaufsfläche bei der Eröffnung sind inzwischen 91.000 geworden, aus 73 Geschäften wurden 170. Das Main-Taunus-Zentrum ist heute das drittgrößte Shoppingcenter Deutschlands – nach dem Oberhausener CentrO und dem Chemnitz Center.

So neuartig, wie es den Anschein erweckte, war das Einkaufszentrum 1964 jedoch eigentlich gar nicht. Überdachte Ladenpassagen hatten sich im frühen 19. Jahrhundert aus den innerstädtischen Handelshöfen und Markthallen des Mittelalters entwickelt. Diese Ladenpassagen, die ihr Vorbild wiederum in antiken Bauten wie bspw. den Trajansmärkten in Rom hatten, waren die Vorläufer der Einkaufszentren wie wir sie heute kennen. Neu war lediglich der Umstand, dass das Einkaufszentrum nicht ebenfalls im Stadtzentrum gelegen war, wie es bis dahin bei Waren- und Kaufhäusern üblich gewesen war. Weiterlesen

Im vergangenen Jahr sind dem deutschen Einzelhandel durch 340.000 Ladendiebstähle etwa 27 Millionen Euro abhanden gekommen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Globales Diebstahlbarometer 2013-2014“ aus Großbritannien. Nach sehr viel klingt das zunächst nicht. 27 Millionen Euro ist für die meisten Einzelhandelsketten keine große Summe, zumal der Schaden natürlich auf sämtliche Geschäfte Deutschlands verteilt ist. Danach bemessen scheint Ladendiebstahl kein großes Problem für den Einzelhandel zu sein. Aber: 95 bis 98 % aller Diebstähle bleiben unentdeckt! Der Schaden liegt also nicht im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Realistisch geschätzt wurden dem deutschen Einzelhandel im vergangenen Jahr Waren im Wert von knapp fünf Milliarden Euro gestohlen. Weiterlesen

700 Millionen. So viele Menschen weltweit sahen das Finalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer – 35 Millionen davon allein in Deutschland. Dazu kommen noch mehrere Millionen Fans, die der Deutschen Elf beim Public Viewing zugesehen hatten. Anders formuliert: Noch nie haben so viele Deutsche gleichzeitig dasselbe im Fernsehen gesehen. Wenn sich so viele Menschen für etwas begeistern können, dann lässt sich daran selbstverständlich auch viel Geld verdienen. Von Fan- und Sportartikelherstellern über Metzgereien bis hin zu den Bierbrauern und Salzbäckern verzeichneten viele Bereiche des Einzelhandels deutliche Umsatzschübe. Weiterlesen