Seit im Dezember 1835 zum ersten Mal Passagiere regulär mit einer Eisenbahn von Nürnberg ins zehn Minuten entfernte Fürth fahren konnten, hat sich einiges verändert. Aus acht Kilometern Schienenweg sind 33.000 geworden, die Bahn fährt heute gewöhnlich schneller als 40 km/h und wir müssen die Lokomotiven auch nicht mehr in Einzelteilen aus England importieren. Stattdessen sind Züge von 400 verschiedenen Unternehmen in Deutschland unterwegs, die jedes Jahr zwei Milliarden Menschen an ihr Ziel bringen. Ein gigantischer Aufwand, der sich jedoch lohnt: 40 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete die Bahn 2014. Weiterlesen

Marketing hat sich in den letzten 30 Jahren enorm verändert. Die Zahl der Fernsehsender ist im Vergleich zu 1985 förmlich explodiert, die Auflagenzahl mancher Printmedien hat sich halbiert – und dann ist da noch dieses Internet. Aber nicht nur Marketing hat sich verändert, sondern auch die Wirkung, die es auf den Kunden hat – die Customer Journey führt heute über ganz andere Stationen als früher. Das stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Weiterlesen

China boomt – und das schon lange. In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Bruttoinlandsprodukt Chinas verfünffacht und in den kommenden 15 Jahren wird der unangefochtene Exportweltmeister die USA und die EU als wirtschaftsstärkstes Land der Welt überholen. Zwar brach die Börse allein in diesem Sommer zweimal ein, zuletzt Mitte August, was verschiedene Branchen hemmt, aber mittel- und langfristig ist das Land kaum zu bremsen; ein Wirtschaftswachstum von sechs Prozent wird erwartet. Die florierende Wirtschaft schlägt sich auch auf die Bevölkerung nieder: Die Löhne steigen weiter, womit auch die Kaufkraft steigt – und das Marktpotenzial für hochpreisige Luxusartikel wie bspw. edle Uhren ebenfalls.

Der Markt für Luxusuhren in China ist nicht unbedingt neu. Besonders in den stark boomenden frühen 2000er-Jahren investierten viele Manufakturen in Filialen und Niederlassungen in Chinas Metropolen. Inzwischen wächst die Wirtschaft Chinas nicht mehr zweistellig, aber ausgeschöpft ist das Marktpotenzial noch lange nicht. Dennoch gehen renommierte Hersteller von Luxusuhren dazu über, einst eifrig eröffnete Filialen wieder zu schließen. Unter anderem die grotesk gestiegenen Mieten in den Einkaufszentren chinesischer Metropolen schmälern die Margen. Weiterlesen

Outdoor ist in. Firmen wie Globetrotter, Jack Wolfskin und The North Face geben Millionen für Werbekampagnen aus, die einsame Zelte auf wild-romantischen Bergheiden zeigen, oder athletische Kletterer mit Sonnenbrillen, die an weißen Wänden in den strahlend blauen Himmel steigen. Was die Werbung dem Betrachter suggerieren soll, ist nicht schwer zu durchschauen – und es funktioniert: 6,6 Millionen Deutsche geben an, häufig zu wandern. Weitere 5,5 Millionen joggen, unternehmen Wald- oder Geländeläufe, und weitere 3,8 Millionen machen Walking. Deutschland ist auch mit großem Abstand der größte europäische Absatzmarkt für Outdoor-Artikel. Bis vor wenigen Jahren boomte das Geschäft, die Hersteller hatten über Jahre hinweg zweistellige Zuwachsraten. Aber inzwischen kriselt es, obwohl der Markt noch immer ein Riesengeschäft ist. Weiterlesen

Jedes Jahr im Frühling haben Hobbygärtner und Heimwerker Hochkonjunktur und somit auch die Baumärkte. Doch die Branche zeigte in den vergangenen Jahren deutliche Schwächen. Nicht zuletzt durch die Insolvenz der Kette Max Bahr / Praktiker ist der Umsatz im vergangenen Jahr daher deutlich um 6,2 Prozent auf 17,63 Milliarden Euro gesunken. Beim Ranking der größten und beliebtesten Baumarkt-Betreiber steht trotz Umsatz-Einbußen Obi dauerhaft auf Rang 1. Auf den weiteren Plätzen folgen Bauhaus, Toom/Rewe, Zeus/Hagebau und Hornbach. Doch sie alle haben den Weckruf gehört und sind dabei, neue Strategien zu erarbeiten, um ihren bisherigen Kundenstamm zu halten und neue Kunden dazuzugewinnen. Weiterlesen

Personalisiertes Marketing ist auf dem Vormarsch. Diesen Trend haben einige große Marken bereits erkannt und ihre Werbestrategie erfolgreich danach ausgerichtet. Coca Cola war das erste Unternehmen, bei dem jeder Käufer statt des Markennamens seinen eigenen Ruf- oder Spitznamen auf die Flasche etikettieren konnte. Die Aktion „Meine Coke“ wurde so zu einer der effizientesten Werbekampagnen der vergangenen Jahre. Die Firma Ferrero zieht seit kurzem mit „Mein Nutella“ erfolgreich nach. Weiterlesen

Zahlreiche Verbraucher haben sich schon einmal darüber geärgert, wie Unternehmen auf E-Mail-Anfragen oder Beschwerden reagieren. Nur wenige Antworten boten schnell und unkompliziert eine optimale Lösung an. Viele Unternehmen antworteten gar nicht, oder schickten statt einer hilfreichen und individuellen Nachricht nur eine Standard-E-Mail an den Absender zurück.

Dabei sind zufriedene Kunden der Schlüssel zum Erfolg jedes Unternehmens, und die Kundenbeziehung endet eben nicht schon nach erfolgreicher Beratung und Verkauf eines Produktes. Für die meisten Verbraucher sind auch weiterführende Beratung und Service enorm wichtig, und das ganz besonders, wenn es sich zum Beispiel um komplizierte technische Geräte handelt. Unternehmen, die ihren Kundenstamm also langfristig halten wollen, müssen somit nicht nur ihre Produkte, sondern auch ihren Service den Wünschen der Verbraucher anpassen. Und besonders im sensiblen Bereich der Kundenanfragen und -beschwerden per E-Mail bedeutet das, passgenau auf den Bedarf der Verbraucher einzugehen.
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Werbung ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits können besonders kleine und mittelständische Unternehmen ohne Werbung ihren Bekanntheitsgrad kaum steigern. Andererseits muss ein Unternehmer auf diese Art Geld für etwas ausgeben, ohne zu wissen, wie sehr es sich rentiert – falls es sich überhaupt rentiert. Und so eine halbe Seite in der regionalen Tageszeitung ist auch nicht unbedingt ein Schnäppchen. Ein sich anbietender Mittelweg scheinen da die ganz kleinen Werbeflächen zu sein – jene, die sich auf Feuerzeugen befinden, auf Zollstöcken, Eiskratzern und Schlüsselbändern. Aber was bringen diese kleinen Kundengeschenke wirklich?
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