„Wenn was ist, wir sind für Sie da.“ So lautete der Slogan von Ford Mitte der 80er Jahre. Dieser Slogan könnte auch heute noch sehr gut funktionieren, denn mit der Einführung des ‚FordPass’ beschreitet der Automobilhersteller neue Wege zwischen Produzent und Kunden. Genauer gesagt bündelt Ford bestehende Wege – wer einen Parkplatz sucht, fragt Ford; wer kurzfristig ein Auto braucht, fragt Ford; wer schnell zur nächsten Werkstatt muss, fragt Ford. Der Clou daran: Man spricht dabei zwar mit Ford-Servicekräften, einen Ford fahren muss man jedoch nicht. Das Angebot steht jedem kostenlos zur Verfügung – unabhängig von der Automarke. Aber was genau kann der FordPass? Und wo liegt der Mehrwert?

Das komplette FordPass-Angebot funktioniert über die gleichnamige App, die es momentan im App Store und im Google Play Store gibt. Die Servicekräfte, so genannte Ford Assistenten, die sich per Tastendruck kontaktieren lassen, sind sowohl beim Livechat wie auch telefonisch noch nicht rund um die Uhr, sondern nur Montag bis Samstag zwischen acht Uhr morgens und sieben Uhr abends erreichbar, was jedoch für die wichtigsten Bedürfnisse ausreichen sollte; immerhin erreicht man Pannenservice und Abschleppdienst über die App zu jeder Zeit.

Die Ford Assistenten sollen die Funktion eines Allround-Gehilfen übernehmen: Egal, ob man im nächsten Hotel ein Zimmer reservieren will oder den Stau schnell umfahren möchte – was immer einen Autofahrer schneller oder bequemer ans Ziel kommen lässt, sollen die Ford Assistenten ermöglichen.

Bisher ist FordPass nur in den USA und Kanada verfügbar und in einigen europäischen Ländern, darunter Deutschland, zumindest teilweise. Einige wesentliche Funktionen wie Carsharing oder der Mietwagenfinder sind jedoch noch nicht aktiviert. (Stand: Januar 2017) Genauere Informationen, wann der volle Funktionsumfang bereitgestellt wird, gibt es momentan noch nicht. Letztlich soll, so verkündete Ford in einer Pressemitteilung, FordPass für Autofahrer das werden, was iTunes für Musikfans ist. Das sind große Ziele, die jedoch erreicht werden können, denn FordPass erfüllt ein Grundbedürfnis mobiler Menschen.

 

FordPass als erster Schritt zu (auto)mobilen Zukunft

Die Idee hinter dem FordPass ist einfach und für den Verbraucher sehr hilfreich. Einen Ansprechpartner für praktisch alle relevanten Bedürfnisse auf Reisen oder im Alltag direkt auf dem Telefon zu haben, trifft den Zeitgeist der fahrenden Nutzer. Ein Nachteil könnten gewisse logistische Probleme sein, etwa die je nach Mobilfunkanbieter lückenhafte LTE-Netzabdeckung in weiten Teilen von bspw. Brandenburg oder Hessen – auch der beste Service ist nutzlos, wenn man ihn über die App nicht erreichen kann. Allerdings ist der FordPass natürlich auch als Erweiterung des WLAN-fähigen Systems Sync zu verstehen, das in neueren Ford-Modellen eingebaut ist und das Auto mit Hilfe eines Smartphones in einen rollenden Hotspot verwandelt.

Ein anderes Problem könnte darin liegen, dass die Dienstleistungen, die die Ford Assistenten ausführen, also etwa einen Parkplatz zu reservieren, via FordPay bezahlt werden. Und mit neuen Bezahlsystemen sind die Deutschen erfahrungsgemäß eher zögerlich. Sich bei Ford zu registrieren, um mit dem Auto bezahlen zu können, könnte abschreckend auf einige Nutzer wirken, vor allem, weil es nur eine Frage der Zeit sein dürfte, bis die in den USA schon integrierten Bonusprogramme einiger Supermarktketten auch in Deutschland mit dem FordPass interagieren. In Zeiten fragwürdigen Datenschutzes will vermutlich nicht jeder Autofahrer mit dem Auto bezahlen – weder die Einkäufe, noch eine Parkplatzreservierung.

Eine weitere Neuerung des FordPass-Programms, die sich aber naturgemäß nicht in der App findet, sind die so genannten FordHubs. Im Grunde handelt es sich dabei um Luxus-Showrooms, die bisher in London, New York, San Francisco und Shanghai eröffnet wurden. Allerdings soll dem Fahrer bzw. Verbraucher dort nichts verkauft werden. „Vielmehr möchten wir den Menschen zuhören und ihre Meinung erfahren, ihnen zugleich aber auch unsere Lösungen für die Herausforderungen des Individualverkehrs von heute und morgen vorstellen – in ihrer Umgebung ebenso wie weltweit“, erklärte Stephen Odell, Fords leitender Vizepräsident für Marketing, Service und Verkauf. Ziel ist es also, den bestehenden und gegebenenfalls künftigen Kunden live und hautnah zu zeigen, wie die Zukunft von Ford und Automobilität allgemein aussehen kann. Solches Vorausdenken und Präsentieren ist entscheidend für die Kundenbindung und -anwerbung, schließlich ist grade bei Automotive Innovation ein ganz relevanter Faktor der Märkte von morgen.

concertare untersucht nicht nur für Kunden aus dem Automobilsektor die bestehenden Kundenbeziehungen und führt Marktanalysen. Auch Firmen aus dem Gesundheitssektor, dem Handel und anderen Dienstleistungen schöpfen häufig ihr Kundenbindungspotenzial nicht aus. concertare erhebt direkt vor Ort Daten und erarbeitet individuell ein Optimierungskonzept, das den positiven Effekt des Unternehmens auf Kunden maximiert – damit neue Entwicklungen auch beim Kunden ankommen.

 

http://www.stern.de/auto/fahrberichte/fordpass-ford-2-0-6707492.html

https://www.fordpass.de/

http://www.presseportal.de/pm/6955/3221125

 

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