Querschnittsanalyse (cross-sectional analysis)

Marktforschungsuntersuchungen können grundsätzlich in Querschnitts-Analysen und Längsschnitt-Analysen eingeteilt werden.

Die Querschnittsanalyse bedeutet in der Marktforschung, dass einmalig zu einem einzigen Zeitpunkt, beispielsweise in einer bestimmten Woche oder an einem speziellen Tag, Daten zu einem Produkt ermittelt werden, zum Beispiel die Absatzmenge. Diese Querschnittsdaten, die hierbei erhoben werden, messen zu dem bestimmten Zeitpunkt, wie stark eine oder mehrere Variablen bei einem zu untersuchenden Objekt ausgeprägt sind. Ziel dieser Analyse ist es, durch diese Querschnitts-Analyse eine Art Momentaufnahme zu machen und somit den Ist-Zustand und das Marktpotential für ein Produkt zu ermitteln. Beispielsweise kann man durch eine Querschnittsanalyse in verschiedenen Haushalten, die sich auf die Einkommenssituation bezieht, feststellen, wie sich die Einkommensklasse auf den Konsum und Verbrauch verschiedener Produkte auswirkt.

Die Querschnittsanalyse soll somit Strukturunterschiede sichtbar machen. Untersuchungen, die auf der Grundlage von Querschnittsdaten entstehen, sagen demnach nichts über den zeitlichen Verlauf aus. Daher wird oft neben der Querschnittsanalyse gleichzeitig eine Längsschnittanalyse gemacht. In der Längsschnittanalyse werden auch die Verhaltensänderungen, beispielsweise von Verbrauchern, erfasst.

Außer der Querschnittsanalyse und der Längsschnittanalyse gibt es noch weitere Arten von Untersuchungsdesigns, die in der Marktforschung eingesetzt werden. Dazu gehören das experimentelle Design, das als Feld- und als Laborexperiment ausgeführt werden kann und das eine zufällige Auswahl von Personen pro Gruppe beinhaltet, sowie das Quasi-Experimentelle Design, das sich dadurch unterscheidet, dass die Testpersonen speziell ausgewählt und den Gruppen, zum Beispiel Käufer und Nichtkäufer, zugeteilt werden.