Explorative Forschung

Die Explorative Forschung ist eine Form oder ein Untersuchungsdesign der Marktforschung, bei der es keine standardisierten Forschungsmethoden gibt. Sie wird in der wissenschaftlichen Marktforschung bei geringem Kenntnisstand dafür eingesetzt, um erste Einblicke in ein zu untersuchendes Thema zu bekommen, zu dem man bislang so gut wie keine Informationen hat. Da also das zu untersuchende Forschungsgebiet noch recht unbekannt ist, liegt hierbei der Schwerpunkt darauf, relevante Fakten, Zahlen und Informationen erst einmal zu entdecken.

Die explorative Forschung eignet sich also beispielsweise dazu, mehr über die Einstellungen von Konsumenten und ihre Beweggründe für eine Kaufentscheidung zu erfahren. Sie ist damit geeignet, Basisinformationen und erste Ideen zum Beispiel zu einer neuen Marketingkampagne zu liefern. Mögliche Methoden sind zum Beispiel Fokusgruppeninterviews, Expertengespräche und Literaturrecherche.

Mit der explorativen Forschung sollen somit unter anderem Marketingprobleme erkannt und präzisiert werden, es soll ermittelt werden, welche weiteren Informationen die Unternehmen für eine erfolgreiche Marketingkampagne benötigen und welche Marktforschungsprojekte sie als nächstes in Angriff nehmen müssen. Die Methoden, die hier häufig eingesetzt werden, sind die Sekundärforschung sowie die Expertenbefragung.

Im Rahmen der Befragungen werden Einzel- und Gruppeninterviews geführt. Bei den Einzelbefragungen handelt es sich meistens um Tiefeninterviews. Dies bedeutet, dass diese Interviews nicht standardisiert und nur teilweise strukturiert sind. Fragen werden hier recht offen gestellt, der Interviewte kann frei und mit eigenen Worten antworten. Bei dieser Form der Befragung bekommt der Interviewer häufig neue Ideen, Vermutungen und Annahmen der Testpersonen zu hören. Durch die Gruppeninterviews und somit den gedanklichen Austausch der Gruppenteilnehmer erhofft man sich ebenfalls neue Erkenntnisse und Beobachtungen zum Thema.