Ad-hoc-Studie

Eine Ad-hoc-Studie ist eine Marktforschungsstudie, die zur Klärung eines akuten Problems oder einer akuten Fragestellung einmalig Daten erhebt, um den aktuellen Stand, zum Beispiel zu Meinungen oder Kaufgewohnheiten von Kunden, festzustellen.

Die Daten für eine Ad-hoc-Studie werden schnell in einem sehr kurzen Zeitraum und nur ein einziges Mal ermittelt. Besonders häufig verwendet man Ad-hoc-Studien in der Wirtschaft und in der Politik. Mit den Ad-hoc-Studien wird ein kurzes Blitzlicht auf ein bestimmtes zu untersuchendes Marktsegment geworfen, und man ermittelt damit einen aktuellen Stand, zum Beispiel über die Einstellungen von Kunden zu einem bestimmten Produkt, oder zu ihrem Kaufverhalten.

Unternehmen nutzen die Ad-Hoc-Studien, um damit schnell und effektiv spezifische Fragestellungen zu klären, wenn zum Beispiel eine Werbekampagne oder eine neu eingeführte Dienstleistung beurteilt werden soll, oder um den Bedarf bei der Einführung von neuen Formaten oder Produkten zu ermitteln. Die Ergebnisse der Ad-Hoc-Studien unterstützen Unternehmen dabei, eine passende Strategie und spezielle Maßnahmen zu entwickeln, und diese umzusetzen.

Im Gegensatz zu einer Ad-Hoc-Untersuchung steht eine längerfristig angelegte Trenduntersuchung, oder die Paneluntersuchung. Die Trendstudie oder –untersuchung bezieht sich hauptsächlich auf die Untersuchungsgesamtheit und zeigt zum Beispiel, wie sich die Anteile von Sympathisanten der verschiedenen politischen Parteien verändern. Dagegen kann die Paneluntersuchung ermitteln, wie viele Personen genau in einer ersten Befragung Sympathien für die eine, und in einer zweiten Befragung dann Sympathien für eine andere Partei bekundeten.