Mit Roggen und Rosinen – Wie eine deutsche Bäckerei Riads Oberschicht verführt

CraftmanshipDeutschland gilt als die brotversessenste Nation der Welt. 3247 Brotsorten sind momentan beim Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks registriert. Tendenz: steigend. Der Sinn hinter der Zählung ist, die deutsche Brotvielfalt zum Weltkulturerbe erklären zu lassen. Warum grade Deutschland eine so reichhaltige Brotpalette hervorgebracht hat, gibt Anlass zu Spekulationen. Wesentlich verantwortlich sind jedoch zwei Aspekte: Getreidevielfalt und Kleinstaaterei. Weiterlesen

Trends bei Shoppingcentern – Wie Einkaufen wieder zentral wird

1964 schrieb Sulzbach Geschichte. Das Dorf im Taunus mit seinen nicht einmal 10.000 Einwohnern eröffnete seinerzeit mit dem Main-Taunus-Zentrum das erste Shoppingcenter Deutschlands nach amerikanischem Vorbild. Die unmittelbare Nähe zu Frankfurt/Main und die Neuartigkeit des Einkaufserlebnisses führten zu guten Besucherzahlen. Das Main-Taunus-Zentrum gibt es noch immer. Aus den 40.000 Quadratmetern Verkaufsfläche bei der Eröffnung sind inzwischen 91.000 geworden, aus 73 Geschäften wurden 170. Das Main-Taunus-Zentrum ist heute das drittgrößte Shoppingcenter Deutschlands – nach dem Oberhausener CentrO und dem Chemnitz Center.

So neuartig, wie es den Anschein erweckte, war das Einkaufszentrum 1964 jedoch eigentlich gar nicht. Überdachte Ladenpassagen hatten sich im frühen 19. Jahrhundert aus den innerstädtischen Handelshöfen und Markthallen des Mittelalters entwickelt. Diese Ladenpassagen, die ihr Vorbild wiederum in antiken Bauten wie bspw. den Trajansmärkten in Rom hatten, waren die Vorläufer der Einkaufszentren wie wir sie heute kennen. Neu war lediglich der Umstand, dass das Einkaufszentrum nicht ebenfalls im Stadtzentrum gelegen war, wie es bis dahin bei Waren- und Kaufhäusern üblich gewesen war. Weiterlesen

LADENDIEBSTAHL – WAS WIRD GESTOHLEN UND WAS KÖNNEN EINZELHÄNDLER DAGEGEN UNTERNEHMEN?

Im vergangenen Jahr sind dem deutschen Einzelhandel durch 340.000 Ladendiebstähle etwa 27 Millionen Euro abhanden gekommen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Globales Diebstahlbarometer 2013-2014“ aus Großbritannien. Nach sehr viel klingt das zunächst nicht. 27 Millionen Euro ist für die meisten Einzelhandelsketten keine große Summe, zumal der Schaden natürlich auf sämtliche Geschäfte Deutschlands verteilt ist. Danach bemessen scheint Ladendiebstahl kein großes Problem für den Einzelhandel zu sein. Aber: 95 bis 98 % aller Diebstähle bleiben unentdeckt! Der Schaden liegt also nicht im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Realistisch geschätzt wurden dem deutschen Einzelhandel im vergangenen Jahr Waren im Wert von knapp fünf Milliarden Euro gestohlen. Weiterlesen

Brazil, Samba, Salsa – Wie der Handel aus der Fußball-WM Profit geschlagen hat

700 Millionen. So viele Menschen weltweit sahen das Finalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer – 35 Millionen davon allein in Deutschland. Dazu kommen noch mehrere Millionen Fans, die der Deutschen Elf beim Public Viewing zugesehen hatten. Anders formuliert: Noch nie haben so viele Deutsche gleichzeitig dasselbe im Fernsehen gesehen. Wenn sich so viele Menschen für etwas begeistern können, dann lässt sich daran selbstverständlich auch viel Geld verdienen. Von Fan- und Sportartikelherstellern über Metzgereien bis hin zu den Bierbrauern und Salzbäckern verzeichneten viele Bereiche des Einzelhandels deutliche Umsatzschübe. Weiterlesen

Drogeriemarkt Rossmann will an die Spitze

Die großen Drogeriemarken in Deutschland wachsen stark und liefern sich derzeit einen harten Wettbewerb. Besonders die zweitplatzierte Marke Rossmann versucht, gegen den Branchenersten „dm“ aufzuholen. Denn obwohl Rossmann mit rund 1.900 Filialen deutschlandweit stärker vertreten ist als „dm“ mit 1.600 Niederlassungen, macht der Konkurrent aktuell mehr Umsatz. Dem setzt Rossmann nun ein eigenes, ehrgeiziges Konzept entgegen:
Die Gruppe plant bei einem Investitionsvolumen von 170 Millionen Euro die Eröffnung von 340 neuen Verkaufsstellen im In- und Ausland. In Deutschland werden rund 120 Millionen Euro investiert, von denen 86 Millionen Euro für 155 neue Märkte sowie Modernisierungen des Filialnetzes bereitgestellt werden. Weiterlesen

Denn sie wissen nicht, was sie tun (können) – Wie Mitarbeiter für den Jugendschutz sensibilisiert werden

Mitarbeiterschulungen haben nachhaltigen Effekt

Im Rahmen der „Schulungsinitiative Jugendschutz“ des BSI wird Verkaufs- und Bedienungspersonal unter anderem auch ein Online-Trainingskurs angeboten, der den Mitarbeitern die rechtliche Situation erklärt und realitätsnahe Video-Szenarien sowie gebotene Reaktionsmuster vorstellt. So rät der BSI etwa, sich durch aggressive Reaktionen nicht provozieren zu lassen, Jugendliche ab 16 Jahren besser mit „Sie“ anzusprechen, und auch darauf zu achten, ob ein Ausweis möglicherweise gefälscht ist. Erwachsene Kunden, die sich durch die Verzögerung belästigt fühlen, sollten mit einbezogen werden. Weiterlesen

Mit Shopping-Apps auf Kundenfang

Smartphones sind aus dem Alltag vieler Verbraucher heutzutage längst nicht mehr wegzudenken. Man benutzt sie zum Telefonieren, Fotografieren und Surfen, und sie sind Begleiter in fast allen Lebenslagen, sei es in Sport, Beruf oder Freizeit. Durch neue Shopping-Apps, die der Handel zurzeit auf den Markt bringt, werden die Handys auch immer mehr zu persönlichen Einkaufsassistenten. Die Idee, das Einkaufsverhalten der Verbraucher mit Apps zu steuern, ist dabei nicht ganz neu. Es gibt bereits zahlreiche Apps, mit denen man Barcodes einscannen, oder per Fotosuche schnell und einfach das passende Produkt finden kann. Davon profitierten bisher überwiegend Online-Giganten wie Amazon oder Zalando, die ihren Kunden damit den Einkauf leichter machten. Jetzt sollen neue Apps wie „Shopkick“ dem stationären Handel helfen, mehr Kunden in die Läden zu locken…
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Vorteile des stationären Handels mehr nutzen

Der klassische Einzelhandel in Deutschland sieht schweren Zeiten entgegen. Nach Expertenmeinung wird der ohnehin boomende Online-Handel auch zukünftig weiter zunehmen und bedroht mit seinem Wachstum den stationären Handel in den Innenstädten. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass bereits jeder dritte Verbraucher seltener als vorher zum Einkaufen ins Stadtzentrum fährt, und stattdessen die gewünschte Ware lieber online bestellt. Rund 60 Prozent der Einzelhändler verzeichnen aktuell sinkende Besucherzahlen in ihren Geschäften. Aber nicht nur kleine Unternehmen, sondern auch große Warenhausketten stehen unter Druck, und müssen Filialen schließen. Sollte diese Entwicklung weiter anhalten, drohen die Innenstädte langfristig zu veröden.
Immer mehr Läden in deutschen Innenstädten machen dicht. Viele Verbraucher klappern jetzt nicht mehr ein Geschäft nach dem anderen auf der Suche nach dem besten Schnäppchen ab, sondern bestellen die gewünschte Ware günstig im Internet. Experten sehen daher die lebendigen Innenstädte mit einer Vielfalt an Geschäften und Warenangebot bedroht. Und dieses veränderte Kaufverhalten bekommen durchaus nicht nur Einzelhändler zu spüren.
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